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    Deutsches Sportabzeichen - Abnahmetermine Sportabzeichen

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    Kinderschwimmen - neue Termine

    Beginnend ab dem 28. April bietet der TV Haßfurt im Hallenbad der Gemeinde Knetzgau erneut Kinderschwimmkurse an. Jeweils Samstags von 11.00-12.00 Uhr wird ein Fortgeschrittenenschwimmkurs und direkt im Anschluß von 12.00- 13.00 Uhr der nächste Anfängerschwimmkurs stattfinden. Weitere Informationen sowie Anmel- deunterlagen unter kinderschwimmkurs-tvhassfurt@email.de

 

Herzlich willkommen beim TV Haßfurt

„Die Stadt muss ihrer Verantwortung gerecht werden“ 29.04.2017


Haßfurt. In einer Grundsatzrede beschäftigte sich Gerd Wolf, der alte und neue Vorstand Sport und Organisation, bei der Jahreshauptversammlung mit dem problematischen Verhältnis der Stadt zum TV. Er bemängelte eine wiederholt „nicht wahrheitsgemäße Kommunikation“ und dass der TV im Stich gelassen worden sei. Den Gedanken einer Fusion mit dem FC Haßfurt bezeichnete Wolf als absurd und forderte die Stadt auf, sich mit einem Mehrsparten-Verein für ganz Haßfurt inklusive der Ortsteile zu beschäftigen. Dass er mit seinen Ausführungen vielen TVlern aus der Seele sprach, zeigten der große Beifall und die Gespräche danach.

 

Aus aktuellen Anlass stellte Wolf klar, dass es keineswegs so sei, dass der TV personell nicht in der Lage sei, das anstehende Maifest auszurichten. Vielmehr sei es so, dass „ein Maifest auf dem Marktplatz aufgrund des Frühlingsmarktes und der damit verbundenen gewerblichen Angebote am und um den Marktplatz für uns unlukrativ ist“, sagte Wolf. Bis vor drei Wochen habe man vom AHA, an den die Stadt verwiesen habe, zudem die Auskunft erhalten, dass die zur Wetterabsicherung nötige Rathaushalle anderweitig belegt sei. „Dieses Jahr hat sich der FC Haßfurt bereit erklärt, die Bewirtung zu übernehmen – das geht absolut in Ordnung“, sagte Wolf. Es sei schön, dass der Tanz der TV-Kinderturngruppen am 30. April auch unter FC-Regie möglich sei. In Zukunft werde das Maifest, das einst vom TV gegründet worden sei, allerdings auch weiterhin von ihm betrieben werden.

 

Immer wieder werde er auf eine Fusion zwischen dem FC Haßfurt und dem TV Haßfurt angesprochen. „Auch von Seiten Bürgermeister und Stadträten wurde letztlich in vielen Gesprächen auf dieses Thema verwiesen und Entscheidungen gegen den TV mit einer fehlenden Fusionsbereitschaft begründet. Doch wie soll so eine Fusion aussehen? Soll der FC Haßfurt eine Abteilung des TV werden und deren Vorsitzender ein Abteilungsleiter? Oder übernimmt ein Fußballverein einen Mehrspartenverein, der deutlich größer ist und zudem ganz andere Belange und Ziele verfolgt? Hat der FC Haßfurt etwas, was dem TV Haßfurt fehlt?  Warum wird immer nur alles auf eine Sportart, den Fußball, herunter gebrochen? Was ist mir den anderen Sportarten?“ frage Wolf.

Der FC Haßfurt habe mit den gleichen Liegenschaftsproblemen zu kämpfen wie der TV Haßfurt. Wolfs Meinung: „In der Summe würden sich die Probleme nur verdoppeln – positive Synergieeffekte kann ich hierbei nicht erkennen. Eine Fusion dieser beiden Vereine ist in dieser Form absurd und wird nur als Vorwand für eine ablehnende Haltung gegenüber dem TV Haßfurt herangezogen.

 

Wolf blickte auch auf das gescheiterte Projekt Sportpark des TV zurück. „Vor über 10 Jahren hatten Verantwortliche wie Horst Lohs, Helene Friedrich, Udo Zehe und Rudi Eck die Weitsicht, dass der Turnverein - aber auch die Stadt Haßfurt und die anderen Sportvereine - von einer großen Mehrzweckhalle profitieren würden. Aus heutiger Sicht haben parteipolitische Kleinkriege, Missgunst und Neid die sportliche Zukunft der Stadt Haßfurt verbaut. Die Leute, die dieses Projekt verhindert haben, haben keine Alternativen geschaffen oder gar Fragen beantwortet. Es wurden lediglich immer wieder neue Fragen gestellt, denn so könnte man vielleicht um eine unliebsame Entscheidung herumkommen“, sagte Wolf.

 

Der Stadtrat mit seinen Gremien habe stets hinter verschlossenen Türen verhandelt und es zu keiner Zeit geschafft, „sich mit uns an einen Tisch zu setzen um nach Lösungen zu suchen. Wir haben dies mehrfach gefordert, aber scheinbar ist es einfacher und lässt sich politisch besser verkaufen, wenn der „schwarze Peter“ beim Verein ist.“ Eigens für den Sportpark sei ein neues Gremium geschaffen worden: Der Sportbeirat. „Was hat dieser Sportbeirat bisher geleistet? Worüber tagt der Sportbeirat in seinen Sitzungen?“ fragte Wolf. Vorschläge habe es keine gegeben, Gespräche mit dem TV hätten bis heute nicht stattgefunden. „Vielmehr“, so Wolf, sei „wieder hinter verschlossenen Türen über unsere Vorschläge diskutiert und letztlich abgelehnt. Sieht so eine vertrauensvolle Verhandlungsbasis aus?“ Bei den Sportparkplanungen habe man sich von den Stadträten vorhalten lassen müssen, der TV würde sie einseitig beeinflussen, „obwohl genau diese Leute uns vorher vorwarfen, sie wären nicht umfänglich informiert“.

 

Wolf kritisierte auch das Verhalten bei zwei Anträgen des Turnvereins. „Wir reichten einen Antrag auf finanzielle Förderung analog der JFG Haßfurter Maintal ein – unser Antrag wurde kurzerhand zurückgestellt und plötzlich sollen die Förderrichtlinien überarbeitet werden, obwohl der Kämmerer bei Bewilligung der JFG-Förderung darauf hinwies, dass der TV Haßfurt ebenfalls ein Anrecht auf diese Förderung haben wird“, sagte Wolf. „Um eines klar zu stellen: Wir gönnen der JFG die zugesagte Förderung, erwarten aber eine Gleichbehandlung von den Verantwortlichen.“

 

Den Antrag auf Zuschuss zu den vergeblichen Planungskosten des Sportparks habe der TV  kurz vor der Behandlung im Stadtrat zurückgezogen, „da der Antrag nach unseren Informationen abgelehnt werden würde und wir letztlich die Aussage erhielten, die Stadt hätte nie etwas mit der Planung des Sportparks zu tun gehabt. Der Stadtrat hätte aber ohne neue Pläne keine Entscheidungen getroffen. Auch wurden immer neue Planungen mit geringeren Umfang an anderen Standorten gefordert, was letztlich zu den über 180 000 EUR Gesamtplanungskosten führte. Nun sollen wir beweisen, dass es wirklich so war.“

 

Die Stadt habe aber ursprünglich zugesagt, einen Sportparkbau mit rund 30 Prozent zu fördern. „Dies kann doch durchaus für die Planungskosten herangezogen werden“, meinte Wolf. „Oder warum soll der Verein diese Kosten alleine schultern, obwohl die Stadt hieran nicht unbeteiligt ist? Kein Stadtrat fragte bisher, wie geht es denn bei euch weiter? Oder: Schafft Ihr das? Der TV wurde von der Stadt Haßfurt schlicht im Stich gelassen.“

 

Die Masse der Stadträte verschanze sich lieber hinter einem Parteien- oder Fraktionszwang. „Sollten in der Kommunalpolitik nicht die Belange und das Wohl der Bürger der Stadt Haßfurt im Vordergrund stehen?“ Tatsächlich fänden politische Grabenkämpfe statt, notwendige Entscheidungen würden blockiert und die Stadt liege lahm. „Die Parteien blockieren sich gegenseitig und der Bürgermeister hat als ehemaliger „Roter“ viele Lager gegen sich“, sagte Wolf. Welche zukunftsweisenden Entscheidungen seien denn in den vergangenen Jahren getroffen worden fragte er. „Aus unserer Sicht keine und das bedeutet Stillstand und Stillstand bedeutet hier nun mal Rückschritt.“

 

Dass der TV derzeit alle Gruppen und Mannschaften „besser oder schlechter“ in verschiedenen Hallen untergebracht habe, werde von Stadträten benutzt. Sie behaupteten, „der TV Haßfurt braucht ja gar keine Halle, es wäre ja alles gut. Ich lade jeden Stadtrat dazu ein“, sagte Wolf, „eine Trainingseinheit einer Jugendgruppe mit mehr als 20 Kindern in der Turnhalle Ost zu leiten. Vielleicht versteht dann der ein oder andere, was wir benötigen, von was wir sprechen und wie unqualifiziert solche Aussagen sind.“

 

Die nahe sportliche Zukunft in Haßfurt beschrieb Wolf als düster. „Die Dreifachhalle wird irgendwann demnächst umgebaut - die Berufsschule ebenso - wie lange hält unsere TV-Halle noch? Wo finden künftig größere Hallen-Sport-Veranstaltungen statt?  Wie lange können wir die kleinen Hallen nutzen, an denen unsere neun Abteilungen und vielen Gruppen verteilt sind? Müssen wir wie die Tanzkurse des Schulzentrums letztlich auch nach Oberaurach oder Zeil für die Durchführung von Hallenwettkämpfen in eine geeignete Halle ausweichen? Für eine Kreisstadt ist dies alles ein Armutszeugnis und unbefriedigend für die Durchführenden“, sagte der TV-Vorstand.

 

Er forderte die Stadt Haßfurt auf, endlich ihrer Verantwortung gerecht zu werden und das Gespräch über die Zukunft mit den Sport-Vereinen, und zwar mit allen Vereinen zu führen. Eine Chance könne ein großer Mehrsparten-Verein für ganz Haßfurt inklusive aller Ortsteile sein. „So würden Kräfte gebündelt werden und der Sport kann mit einer Stimme sprechen. Die Übungsleiter und Sportler könnten sich mit ihrer Kernaufgabe beschäftigen - dem Sport - und müssten keine Liegenschaften verwalten und Instandhalten.“

 

Vielleicht sei es an der Zeit, neue Ideen gemeinsam zu besprechen. Wolf: „Auch wir als TV Haßfurt sind an einer zukunftsorientierten Lösung interessiert und werden daran mitwirken. Voraussetzung für eine Zusammenarbeit muss aber ein gesundes Augenmaß, Fairness, Vertrauen und vor allem Ehrlichkeit sein.“

 

Quelle: Hans Strauß